Alle meine Zähnchen!

Der erste, kleine Zahn ist endlich da, aber was nun?

Manche Kinder kommen, wie etwa Kaiserin Sissi, schon mit einem Zahn auf die Welt. Meistens brechen die ersten Zähnchen aber zwischen dem 5. und 8. Lebensmonat durch. Durchschnittlich haben die Kinder um den 1. Geburtstag alle Schneidezähne. Zuletzt kommen dann meist im 3. Lebensjahr die hinteren Backenzähne hinzu.

Für ein strahlendes Lächeln

Wusstest du, dass Milchgebiss mit 8 Schneide, 4 Eck- und 8 Mahlzähnen vollständig ist? Wir klären die wichtigsten Fragen zum Thema Zähneputzen und Zahngesundheit deines Babys.

Ab wann sollte man mit dem Zähneputzen beginnen?

Schon bevor der erste Zahn durchbricht, kann man mit sanfter Mundhygiene beginnen. Mit einem Fingerling oder einem weichen Tuch wird der Mund vorsichtig gereinigt. Auch Baby-Zahnbürsten mit Noppen statt Borsten sind toll, wenn der Kiefer schon vom Zahnen juckt. Sie massieren und durchbluten das Zahnfleisch. Dein Kind gewöhnt sich damit ganz langsam an die tägliche Zahnpflege. Ist das erste Zähnchen dann durchgebrochen, kommt auch eine richtige Zahnbürste ins Spiel.

Was ist beim Kauf der ersten Zahnbürste zu beachten?

Die Borsten müssen möglichst weich sein, rät Zahnarzt Dr. Christian Sulek. Das ist nicht nur angenehmer für das Kind, auch das sehr empfindliche Zahnfleisch wird damit besser geschont. Der Bürstenkopf sollte nicht zu groß sein, damit man in dem kleinen Mund auch möglichst alle der kleinen Zähnchen gut erreicht. Elektrische Zahnbürsten sind für ältere Kinder ab etwa 2 Jahren eine gute Alternative zur herkömmlichen Bürste, da sich die Eltern damit beim Putzen meist leichter tun. Auch hier auf jeden Fall auf weiche Borsten achten und die Kinder nicht selber damit bürsten lassen.

Was sollte in der Zahnpasta drinnen sein?

Auf jeden Fall sollte man für Kinder bis 6 Jahre immer eine Kleinkinderzahnpasta verwenden. Der Fluor-Gehalt in Pasten für Erwachsene oder auch Schulkinder ist viel zu hoch für die Kleinen. Etwas Fluor sollte laut Dr. Sulek aber dennoch enthalten sein, weil es den Zahnschmelz stärkt und so gegen Karies wirkt. Der Fluor-Gehalt in einer passenden Kleinkind-Zahnpasta sollte 500ppm nicht überschreiten. Wenn das Kind anfangs die Pasta verschluckt, macht das nichts, sie ist darauf ausgelegt. Trotzdem sollte man schon früh versuchen, das Ausspülen und Ausspucken zu üben.

Worauf muss ich beim Zähneputzen achten?

Nicht zu viel von der Zahnpasta verwenden, eine erbsengroße Menge genügt bei Kindern ab einem Jahr vollkommen, davor reicht auch nur ein Hauch Pasta auf der Bürste aus. Geputzt wird immer vom Zahnfleisch ausgehend in Richtung Zahn. Dabei erst die Kauflächen, dann die Außen und zuletzt die Innenseiten gründlich reinigen. Schon ab dem ersten Zahn sollten die Beisserchen jeden Morgen und Abend gründlich gereinigt werden. ​​​​​​

Ab wann kann mein Kind selber putzen?

Wenn ein Kind mit Messer und Gabel essen kann, kann es auch die Zähne selber putzen. Natürlich müssen Mama oder Papa noch gründlich nacharbeiten, aber es ist wichtig, den Kleinen schon früh das richtige und selbständige Putzen zu zeigen. Auch eine Erklärung, warum geputzt wird, ist dabei wichtig. Bis zum Schulbeginn wird den Eltern empfohlen, nachzuputzen. Erst dann ist die Technik gut genug, um die Zähne ohne Hilfe zu reinigen.

Wann gehen wir das erste Mal zum Zahnarzt?

Idealerweise ist der erste Zahnarztbesuch wirklich nur ein Besuch, bei dem das Kind den Arzt und die Praxis kennen lernt. Dr. Sulek rät dazu, beim ersten Mal auf keinen Fall eine Behandlung vorzunehmen. Sonst wird das Kind den Zahnarzt womöglich negativ in Erinnerung behalten. Spielerisches Vorführen der Instrumente und Platznehmen am Behandlungsstuhl gemeinsam mit Mama oder Papa baut lang anhaltendes Vertrauen auf. Bücher über das Thema Zahnarzt bereiten das Kind optimal auf den Besuch vor.

Was kann ich tun, damit mein Kind möglichst gesunde Zähne hat?

Der wichtigste Punkt für schöne, gesunde Zahne ist laut Dr. Sulek die richtige Ernährung. Kinder sollten von klein auf ein breites Spektrum an Lebensmitteln kennenlernen, dann akzeptieren sie später auch viel mehr als nur Süßes, Pommes und Würstel. Besonders Naschwerk sollte in den ersten Jahren gemieden oder nur sehr wenig gegeben werden. Zu vermeiden sind Süßigkeiten, an denen lange gelutscht oder gesaugt wird, wie Lollies oder Bonbons. Auch Flascherl mit zuckerhaltigen Getränken sind schädlich für die Zähne, besonders abends nach dem Putzen! Um grobe Zahnfehlstellungen zu vermeiden, sollte der Schnuller ab dem 3. Lebensjahr abgewöhnt werden. Sonst können sich Fehlstellungen bilden, die sich bis zum 4. Lebensjahr noch zurückbilden, danach helfen nur mehr kieferorthopädische Behandlungen (Zahnspange etc.).

Tricks beim Putzen

Manchmal ist das Putzen ja richtig lustig, aber bei den meisten Kindern kommt irgendwann der Punkt, an dem sie die Zahnbürste verweigern.

  • Lustige Apps können dabei helfen, die Kleinen wieder spielerisch ans Zähneputzen heranzuführen (Z.B. Alles sauber, von Happy Touch, gratis für iPhone und iPad oder Talking Ginger mit Zahnputzuhr von Outfit7, für iPhone, iPad oder Android, gratis).
  • Auch „Du putzt bei mir und ich dann bei dir!“-Spielchen mit den Eltern können helfen. Und mit der selbst ausgesuchten Bürste putzen Kinder ihre Zähne viel lieber.
  • Wenn die Eltern mal nicht bürsten dürfen, darf das vielleicht die Katze oder der Drache? Eine lustige Handpuppe bekommt oft eher die Erlaubnis, in dem Mund zu schauen und dort zu putzen als die Mama oder der Papa.

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