Brustkrebs Q&A

Früherkennung leicht gemacht!

Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, ist noch immer die weitverbreitetste Krebsart unter Frauen in der westlichen Welt. Weltweit gibt es jährlich 1 Mio. Neuerkrankungen, wobei in Österreich ca. 5.500 Frauen pro Jahr daran erkranken. Sie haben es selbst in der Hand – das regelmäßige Abtasten Ihrer Brust führt zu einem erhöhten Körpergefühl und fördert Ihr Bewusstsein. Um jedoch eine Erkrankung auszuschließen, sollte unbedingt eine Mammografie zur Brustkrebs Früherkennung des Krebses durchgeführt werden.

Acht Fragen und Antworten informieren über wichtige Aspekte wie Selbstuntersuchung, Symptome, Heilungschancen und Prävention.


1. Woran erkenne ich den größten Feind der Frau?

Hier gilt für alle Damen: Auf den Körper hören und auf Veränderungen achtgeben. Da Krebs im Anfangsstadion nicht zwingend Symptome mit sich bringt, ist es umso wichtiger sein Körpergefühl, z.B. mit einer Selbstuntersuchung, zu stärken, um bewusster auf sich zu achten und sich mit dem Thema Brustkrebs auseinanderzusetzten.
Die häufigsten und bedeutendsten Brustkrebs Symptome, auf die Sie achten müssen, sind:
-    Knoten und Verhärtungen in der Brust, vor allem im oberen, äußeren Quadranten der Brust
-    Veränderung in Form und Größe der Brust
-    Ausfluss blutiger oder milchiger Substanzen aus der Brust
-    Vergrößerte Lymphknoten bzw. Knoten im Achselbereich
-    Farbliche Veränderung der Brusthaut, des Warzenvorhofes oder der Brustwarze
-    Ungleichmäßige Bewegungen der Brüste beim Anheben der Arme
-    Eingezogene oder verhärtete Hautpartien im Brustbereich

2. Wie und wann taste ich mich am besten ab?

Hier ist Scham am falschen Platz – grabschen erlaubt, aber am besten mit der eigenen Hand.
Als idealen Zeitpunkt einer Selbstuntersuchung wird die Woche nach der Monatsblutung empfohlen, da hier die Brüste besonders weich und formbar sind. Für die Untersuchung selbst, wird zuerst eine „visuelle“ Untersuchung empfohlen, indem Sie sich vor einen gutbeleuchteten Spiegel stellen und langsam die Arme nach oben bewegen. Untersuchen Sie hier zum einen die Brust nach äußeren Veränderungen, wie z.B. Einziehungen oder farbliche Veränderungen im Brustbereich und zum anderen die Bewegung der Brüste und Brustwarzen.
Für das Abtasten der Brust, teilen Sie Ihre Brust gedanklich in 4 Quadranten und beginnen Sie mit dem oberen, äußeren Quadranten und bewegen Ihre Finger am besten von innen nach außen. Achten Sie auch auf Verhärtungen im Bereich der Brustwarzen.

3. Kann sich der Tumor auch in anderen Körperteilen verstecken?

Ja, kann er – und zwar im Bereich der Achselhöhle und des Schlüsselbeins. Hier gilt ebenfalls eine sorgfältige Selbstuntersuchung, mit der man ein besseres Körpergefühl entwickelt und das Bewusstsein schärft. Um die Achsel zu untersuchen, legen Sie drei Finger in die gegenüberliegende Achselhöhle und lassen den Arm locker hängen. Tasten sie dabei von unten, nach hinten, nach vorne und nach oben gegen die Wand des Brustkorbes. Achten Sie dabei auf auffällige Knoten. Um mögliche Symptome im Schlüsselbeinbereich auszuschließen, tasten sie mit Ihren Fingern oberhalb und unterhalb des Schlüsselbeins Ihre Haut nach Knoten ab. Bei Unsicherheit ist der Gang zum Arzt des Vertrauens immer die beste Wahl. 

4. Wie häufig sollte ich den Arzt zur Kontrolle aufsuchen? 

Ladies, lasst euch gesagt sein: Wir sind alle keine Fans des Frauenarztbesuchs – aber was muss, das muss! Der jährliche Besuch bei dem Gynäkologen sollte fest im Kalender eingeplant werden und sollte unter anderem auch zur Untersuchung des Brustbereiches genutzt werden. Ab dem 40. Lebensjahr wird empfohlen alle zwei Jahre, zusätzlich zur Untersuchung des Frauenarztes, eine Mammographie zu machen. 
Es wird auch empfohlen, dass Frauen ab 20 einmal im Monat – wie oben beschrieben – eine Selbstuntersuchung durchführen sollen. Bei Unsicherheit der Durchführung oder bei Fragen sollte in jedem Fall ein Frauenarzt aufgesucht werden.

5. Wie hoch sind die Heilungschancen bei Brustkrebs?

Hier gilt: Je früher der Krebs erkannt wurde, desto höher stehen die Heilungschancen. Statistiken ergeben, dass bei einer frühzeitigen Diagnose, die Chance auf langfristige Heilung bei rund 80% liegen. Die Chance auf Brustkrebs Heilung liegt dann hoch, wenn der Tumor noch klein ist, der Befall auf die Brustdrüse limitiert ist und noch keine Krebszellen im Körper gestreut sind.

6. Wer ist am meisten von Brustkrebs betroffen?

Laut einer Prognose des Bundesministeriums für Gesundheit sollen bis 2030 die jährlichen Erkrankungen um 10% steigen. Die Sterberate sinkt jedoch zukünftig aufgrund fortschrittlicher Vorsorgemaßnahmen und rascher medizinischer Weiterentwicklung. Mehrere Quellen besagen, dass das Alter ein ausschlaggebender Faktor bei Brustkrebserkrankungen. Zwischen 55 und 65 Jahren soll das Risiko an Brustkrebs zu erkranken am höchsten sein (Krebshilfe, Statistik Austria). Zudem sollen Frauen mit einer frühen ersten Regelblutung, sowie jene mit einem späten Beginn der Wechseljahre, einem höheren Risiko ausgesetzt sein (Krebshilfe).

7. Welche Faktoren erhöhen das Risiko einer Erkrankung?

Generell ist es schwer zu sagen, was denn der genaue Auslöser der Erkrankung ist. Laut Österreichischer Krebshilfe kann man aber folgende Risikofaktoren nennen, die das Risiko einer Frau an Brustkrebs zu erkranken, beeinflussen. Diese sind:
-    Das Alter der Frau spielt dabei eine Rolle, da sich der Prozess der Zellmutation und die dadurch entstehenden Tumore bis hin zur tatsächlichen Krebserkrankung über Jahre ziehen kann.
-    Ungewollte Kinderlosigkeit erhöht statistisch gesehen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
-    Mögliche familiäre Vorbelastung können ein Risikofaktor sein, jedoch basieren nur ca. 5% der Krebserkrankungen auf Veränderungen im menschlichen Erbgut. Bei Bedenken soll eine genetische Beratung, sowie eine Testung durchgeführt werden.
-    Infektionen haben weltweit jede fünfte Krebserkrankung zu verantworten. Infektionen durch Humane Papillomaviren (HPV), Bakterien wie Helicobacter pylori oder Hepatitis B- und C-Viren wären sogar zum Teil vermeidbar oder behandelbar.

8. Was kann ich tun um am längeren Ast zu sitzen?

Hier gilt: „Breaking Habits“ – achten Sie bewusst auf sich und Ihr Leben! Da es sehr schwer ist, festzustellen welche besonderen Ursachen nun für die Erkrankung verantwortlich sind, gibt es auch nur wenig fundierte Fakten, wie man das Risiko präventiv verringern kann. Wir haben einige Aspekte zusammengefasst, die das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, verringern können:
-    Work-Life Balance – sorgen Sie für eine innere Balance und nehmen Sie sich Zeit zu entspannen.
-    Regelmäßige Bewegung – Sport bringt‘s! Experten empfehlen neben einer mediterranen Kost, sich dreimal pro Woche für 30 Minuten zu bewegen.
-    Mehr Wasser als Alkohol - der regelmäßige Konsum von Alkohol erhöht das Risiko einer Erkrankung und schädigt zugleich die Leber.
-    Rauch-Stopp! – Mehr als 50 von über 4.000 Substanzen in der im Tabakrauch sind krebsfördernd.

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