Der (gar nicht so) kleine Unterschied

Wozu Weltfrauentag und Equal Pay Day? Chris Lohner, Anna Posch und Claudia Baumschlager haben dazu eine klare Meinung!

Nach wie vor herrscht eine riesige Kluft zwischen den Gehältern von Frauen und Männern. Anlässlich von Weltfrauentag und Equal Pay Day haben wir Moderatorin, Schauspielerin und Kult-Stimme Chris Lohner, Bloggerin und Influencerin Anna Posch und BIPA-Marketingleiterin Claudia Baumschlager zum Word-Rap gebeten.

Chris Lohner

Schauspielerin und Kult-Stimme 

Anna Posch

Bloggerin und Influencerin -poschstyle.com

Claudia Baumschlager

BIPA-Marketingsleiterin

Am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen. Und zwar – wer hätte das gedacht – schon seit 1921. Initiiert wurde im Bestreben, für Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht und die Emanzipation von Arbeiterinnen zu kämpfen. 
Heute, knapp 100 Jahre später, ist das Thema noch längst nicht abgehakt. Zwar dürfen Frauen hierzulande wählen und sind vor dem Gesetz Männern gleichgestellt, doch in der Praxis gibt es noch immer eklatante Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Gleiche Arbeit, ungleicher Lohn

Das fällt vor allem bei der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen auf, denn hier lassen sich Hard Facts, sprich die Gehälter, vergleichen. Aus diesem Grund wird in Österreich seit zehn Jahren der Equal Pay Day begangen. 
Das ist statistisch gesehen der Tag, bis zu dem ganzjährig vollbeschäftigte Frauen arbeiten müssen, um das Jahresgehalt der Männer im Vorjahr zu erreichen. 
Heuer ist das der 26. Februar. Das bedeutet also fast zwei Monate mehr Arbeit für dieselbe Entlohnung.

Noch immer verdienen Frauen in Österreich durchschnittlich 15,6 Prozent weniger als Männer.
 

Aus Rücksicht wird Rückstand

Das liegt allerdings nicht nur an der ungleichen Bezahlung der Geschlechter in ein und demselben Job. Oft ergreifen Frauen schlechter bezahlte Berufe, beispielsweise im sozialen Bereich, oder nehmen zugunsten von Kinder- oder Altenbetreuung keine Vollzeitstellen an. Das hat zur Folge, dass sie auch eher selten in Führungspositionen zu finden sind.

Was denken Frauen darüber, die mitten im Leben stehen, Erfolg in ihren Berufen haben und als Vorbilder und Inspiration für andere Frauen vorangehen? 
 

Moderatorin, Schauspielerin und Multitalent Chris Lohner, Bloggerin und Influencerin Anna Posch und BIPA-Marketingleiterin Claudia Baumschlager haben uns ihre Ansichten zum Thema im Word Rap geschildert. 

Equal Pay Day …

Chris Lohner: Traurig genug, dass es Weltfrauentag und Equal Pay Day immer noch geben muss, um auf die ungerechte Entlohnung von Frau und Mann aufmerksam zu machen. Es ist höchste Zeit, dass dieses Missverhältnis endlich beseitigt wird. Durch unsere Beharrlichkeit!

Anna Posch: Wirklich schade, dass das im Jahr 2019 noch ein Thema ist. 

Claudia Baumschlager: Erst ab dem 26. Februar bekommen wir für unsere Arbeit gleich viel wie unsere männlichen Kollegen. Es macht sprachlos, dass wir selbst in Österreich im Jahr 2019 noch keine Gleichheit geschafft haben.

Mut …

Chris Lohner: … hat durchaus mit Courage zu tun. Wir Frauen dürfen uns nicht einschüchtern lassen, denn ohne uns geht gar nichts. Wir wurden lange Zeit unterdrückt, mussten passiv in der zweiten Reihe stehen. Damit muss endlich Schluss sein. Mein Appell: Sagen Sie, was Sie wollen, und vor allem, was Sie nicht wollen. 

Anna Posch: … braucht man in vielen Lebenslagen. Um Dinge zu entscheiden, etwas zu wagen, aber auch, um über den eigenen Schatten zu springen. Wenn man mutig war, kann man sich ruhig selbst dafür loben und stolz auf sich sein.

Claudia Baumschlager: … bedeutet sicher für jeden etwas ganz anderes. Jeder hat eine andere Komfortzone. Wenn man diese verlässt, wird man meist reich belohnt. Mit neuen Erfahrungen und vor allem auch Stolz auf sich selbst, weil man sich getraut hat.

Gleichberechtigung …

Chris Lohner: … findet noch nicht so wirklich statt. Es ist über die Jahre in unserer Gesellschaft durchaus besser geworden, aber immer noch nicht so, dass es eine Selbstverständlichkeit ist. Das hat auch mit unserem eigenen Selbstbewusstsein zu tun. Bleiben wir einfach Frau und nicht ein kleines hilfloses Weibchen.

Anna Posch: … ist mir sehr wichtig und sollte man nicht mit Manieren verwechseln. Wenn ein Mann fragt, ob er die Koffer tragen darf, kann man als Frau ruhig „Ja“ sagen. Das hat nichts mit Schwäche zu tun. Auch wenn wir gerne zeigen, wie stark wir sind, ist es völlig okay, wenn man Hilfe annimmt oder sich einmal einladen lässt. Um gleichberechtigt zu sein, sollte man dem anderen Geschlecht nichts beweisen müssen. 

Claudia Baumschlager: … sollte heutzutage für alle und jeden Einzelnen überall längst selbstverständlich sein. Dass wir noch immer so weit davon weg sind, ist traurig. Wir alle sind gefragt, Gleichberechtigung selbst zu leben.

Solidarität …

Chris Lohner: … ist einer der wichtigsten Faktoren für mich im Umgang mit anderen Frauen. Das gibt Kraft und Stärke als Gemeinschaft. Stutenbissigkeit hingegen treibt einen Keil in eine solche, kann wunderbar von anderen für eigene Zwecke ausgenützt werden. Ladys, helfen wir einander, wo wir können. Ich mache das schon mein Leben lang.

Anna Posch: … unter Frauen gefällt mir besonders gut. Es ist schön, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen und zusammenhalten. Ich bin sehr froh darüber, dass ich mit Blogger-Kolleginnen arbeiten kann, die genauso drauf sind wie ich. Zusammen ist man doch immer stärker, und sich zusammen zu freuen macht doppelt so viel Spaß!

Claudia Baumschlager: … ist das große Thema unserer Zeit. Einerseits unter uns Frauen, aber auch zwischen Männern und Frauen und verschiedenen Kulturen. Auch hier gilt: Just do it! Wenn wir es nicht selbst angehen, wird sich nichts verändern.
 

Chancen …

Chris Lohner: … sollten durchaus erkannt und genützt werden. Es gibt fast nichts Frustrierenderes, als eine Chance nicht genützt zu haben. Wenn man sich für eine Sache interessiert und begeistert, dann sollte man dranbleiben, um zu erreichen, was man möchte. Fragen stellen. Nachfragen, anfragen. Denn nicht zu fragen heißt auf jeden Fall „Nein“. Im anderen Fall kann es durchaus ein „Ja“ geben.

Anna Posch: Man hat oft nur eine Chance, daher sollte man sie nützen, auch wenn dadurch ein Risiko entsteht. So bleibt das Leben spannend und man muss sich danach nicht fragen: Was wäre gewesen, wenn …?

Claudia Baumschlager: … gibt es so viele. Die Kunst ist, sie zu erkennen, und oft auch, aus der Komfortzone rauszugehen und den Mut aufzubringen, sie zu ergreifen.
 

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