Wie man Parfum richtig (auf)trägt

Lass mal schnuppern! 

Das perfekte Parfum für seinen Typ zu finden, kann oft schwieriger sein als gedacht. Wenn man aber weiß, wie und was zu einem passen könnte, macht die Reise durch das Duftparadies richtig Spaß. 

Warum riecht Parfum bei jedem Menschen anders?

Die Enttäuschung kann groß sein, wenn das Chloé Parfum, das bei der besten Freundin so gut duftet, bei einem selbst ganz unds gar nicht gut riecht. Die Entfaltung und Intensität des Geruchs eines Parfums hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hautbeschaffenheit, Hormone, Alter und Lebensstil sind ausschlaggebend dafür, wie Parfums bei uns riechen.
 

Hautbeschaffenheit

Wie Parfums riechen, ist vor allem von der Hautbeschaffenheit eines jeden Menschen abhängig. Denn die Hautoberfläche, die unter anderem aus Talg und Fetten besteht, sowie die Zusammensetzung von Viren, Bakterien und andere Kleinstlebewesen, ist bei jedem Menschen anders. Wie auch unsere Haut, besteht ein Parfum aus zig Einzeldüften und Molekülen, die unterschiedlich mit den Komponenten der menschlichen Haut reagieren. Parfums haften zum Beispiel auf Hauttypen, die eher zu einer fettigen Struktur neigen, besser als auf jenen, die eher trocken sind. Dadurch kommen bei jedem Menschen andere Duftnoten eines Parfums unterschiedlich zur Geltung.

Hormone und Alter

Da sich unser Hormonhaushalt im Laufe der Jahre verändert und somit auch die Beschaffenheit unserer Hautoberfläche, kann das Lieblingsparfum aus der Jugend auf einmal richtig komisch riechen. Das kann unter anderem daran liegen, dass die Haut im Alter trockener und spröder wird und dadurch Duftstoffe weniger gut aufnehmen kann. Auch Alkohol- und Nikotinkonsum können eine (kurzfristige) hormonelle Veränderung im Körper auslösen. Dadurch können der eigene Körpergeruch und somit das Parfum anders riechen als sonst.

Ernährungsweise

Auch die Ernährung kann sich auf den Duft des Parfums auswirken. Bei Menschen, die scharfes Essen lieben und auch reichlich davon essen, riechen Parfums gewöhnlich viel intensiver. Jedoch können sich nicht alle Noten gänzlich entfalten.

TIPP: Spontankäufe bei Parfums vermeiden! Wie wir gelernt haben, können sich Düfte durch verschiedenste Komponenten sehr schnell wieder ändern.

Ein kurzer Ausflug in die Duftkunde

Beim Parfum unterscheidet man generell zwischen drei Phasen, die in Kopf-, Herz- und Basisnote bestehen. Die Kopfnote entfaltet sich innerhalb der ersten Minute nach dem Versprühen und ist bei jedem Parfum etwas intensiver als bei den beiden anderen Noten und die Duftstoffe sind leichtflüchtig. Die zweite Nuance ist die Herznote und tritt auf, nachdem die Kopfnote verschwunden ist und bleibt für mehrere Stunden erhalten. Sie ist für den tatsächlichen Duft verantwortlich. Die letzte Note bildet den Grundstock des Dufts, daher auch der Name Basisnote. Sie enthält die langanhaltenden und schweren Duftnoten.

Vom Eau de Cologne bis zum Eau de Parfum

Was bedeuten eigentlich die Bezeichnungen „Eau de…“ unter den Parfumnamen? Sie geben an, wie hoch der Duftanteil im Parfum ist, und daher die Intensität. Das Eau de Cologne hat einen Anteil von zirka zwei bis fünf Prozent und ist somit nur ein leichtes Duftwasser. Das Eau de Toilette hat einen Parfumanteil von fünf bis zehn Prozent und am intensivsten, mit einem Anteil von zehn bis fünfzehn Prozent, ist das Eau de Parfum. Der Duftanteil macht sich auch dementsprechend im Preis bemerkbar. Wer also auf der Suche nach einem wahren Dufterlebnis ist, ist wahrscheinlich mit einem Eau de Parfum bestens bedient. Für den Alltag eignen sich dann eher ersteres und zweiteres. 
 

Welches Parfum trägt man wann?

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, dass man für verschiedene Jahres- und Tageszeiten andere Parfums zur Hand hat. Für den Alltag eignen sich leichte, frische und blumige Düfte. Orientalische oder Gourmand-Parfums, zu deutsch „Naschkatze“, passen wunderbar zu besonderen Anlässen. Sommerliche Düfte ähneln den alltagstauglichen Düften, da sie ebenfalls blumig, frisch oder auch zitrisch sein dürfen. Der Winter verlangt dann nach etwas würzigeren und hölzernen Düften.

Tipp von den Experten: Im Sommer sollte man mit Parfum etwas sparsamer umgehen als im Winter, da Parfum in warmer Umgebung intensiver riecht. 
 

Parfum NIE zerreiben! So zerstört man die Moleküle und der Duft verliert seine Note. 

Parfum richtig auftragen – weniger ist mehr!

Es sollten gut durchblutete und warme Körperstellen gewählt werden, da diese den Duft besonders gut aufnehmen. Schläfen, Handgelenke, Armbeuge oder Ohrläppchen sowie der Hals eignen sich daher wunderbar. Haare sind ebenfalls ein ausdauernder Träger von Parfum.
Parfum NIE zerreiben! So zerstört man die Moleküle und der Duft verliert seine Note. 
Für einen ganzheitlichen und gleichmäßigen Duft sollte man das Parfum in 20 Zentimeter Entfernung von unten nach oben sprühen und dann durch die Duftwolke treten. 
Außerdem ist es ratsam sich mit einer geruchslosen Creme einzucremen, bevor man das Parfum aufträgt. Durch die höhere Feuchtigkeit bleiben Düfte an der Haut besser bestehen. 
 

Die Suche nach dem passenden Duft

Die Suche nach dem perfekten Duft kann ein richtiger Akt sein. Mit diesen Tipps sollte Ihnen das Duft-Shopping in Zukunft leichter fallen:
-    Wissen was man will. Man sollte sich fragen, welche Kräuter man gerne im Garten anpflanzen würde und welche Gewürze und Pflanzen man liebt.
-    Sich überlegen für welchen Anlass der Duft gedacht ist oder welchen Zweck er erfüllen soll.
-    Maximal fünf Düfte pro Tag schnuppern.
-    Zu verschiedenen Tageszeiten seine Favoriten riechen.
-    Dem Parfum immer etwas Zeit geben, damit sich der Duft entfalten kann.
-    Parfum auf Handgelenke auftragen und zuhause noch einmal dran riechen.

TIPP: Spontankäufe bei Parfums vermeiden! Wie wir gelernt haben, können sich Düfte durch verschiedenste Komponenten sehr schnell wieder ändern.
 

Wer sollte was tragen?

Helle Haut hat die Eigenschaft, dass sie eher trocken ist. Daher bleiben Düfte nicht so gut haften und „verdunsten“ schneller. Frauen mit diesem Hauttyp sollten auf frische, blumige und zitrische Düfte setzen.

Das genaue Gegenteil gilt bei Frauen mit dunklerer Haut. Daher bleiben Düfte besser erhalten und sie können sowohl sanfte als auch schwerere Düfte tragen. 

Junge Frauen können zu blumigen oder orientalischen Nuancen greifen, da sie Romantik und Jugendlichkeit ausstrahlen. Intensive und herbe Düfte sollten vermieden werden. 

Reifen Damen werden in der Wahl des perfekten Duftes keine Grenzen gesetzt. Egal ob würzig, erfrischend oder blumig, hier passen Duftnoten von Zitrusfrüchten über Ylang-Ylang, Rose und Bergamotte.

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