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Nagellack in der Schwangerschaft

Das sollten Sie bei der Maniküre und Pediküre beachten

Wie bedenklich ist Nagellack in der Schwangerschaft und wie steht es um Acryl-, Gel- und Shellac-Nägel? Wir klären Risiken und Mythen.

Wenn Sie erfahren, dass Sie schwanger sind, sollten Sie Ihre Beauty- und Pflege-Routine auf den Prüfstand stellen. Viele Kosmetikprodukte enthalten hormonell wirksame Chemikalien, die sich unter Umständen negativ auf Schwangere und Ungeborene auswirken. Worauf Sie bei der Verwendung von Nagellack in der Schwangerschaft achten sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Ist Nagellack in der Schwangerschaft schädlich?

Inhaltsstoffe aus Nagellacken und Kosmetikprodukten können in den Körper gelangen, beispielsweise über die Haut oder über die Dämpfe, die Sie einatmen. Deshalb ist es besonders in der Schwangerschaft wichtig, darauf zu achten, welche Inhaltsstoffe in den von Ihnen verwendeten Produkten enthalten sind.

Um während der Schwangerschaft trotzdem nicht auf das Lackieren Ihrer Fingernägel und Fußnägel verzichten zu müssen, sollten Sie auf Produkte setzen, die nur natürliche Stoffe enthalten. Damit Sie so wenig Dämpfe wie möglich einatmen, tragen Sie den Nagellack am besten bei geöffnetem Fenster oder direkt im Außenbereich auf.


Kritische Inhaltsstoffe in Nagellacken

Häufig enthalten Nagellacke eine Reihe kritischer Inhaltsstoffe: Toluol für den Glanz, Formaldehyd für einen möglichst langanhaltenden Effekt, Dibutylphthalat für den Duft, Campher und Co. als Weichmacher und viele mehr. Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Produkt Ihrer Wahl keine umstrittenen Inhaltsstoffe enthält. Eine Auswahl gängiger problematischer Stoffe haben wir Ihnen hier mitsamt den potenziellen Folgen zusammengestellt.

  • Toluol: Toluol ist ein Lösungsmittel, das als krebserregend und schädigend für das Nervensystem gilt und Schäden beim ungeborenen Kind verursachen kann.
  • Formaldehyd: Formaldehyd verhilft dem Nagellack zu langem Halt, kann aber allergische Reaktionen hervorrufen und wird als krebserregend eingestuft
  • Dibutylphthalat (DBP): DBP wird als Weichmacher eingesetzt und sorgt für einen wohligen Duft, kann jedoch Schäden der Gebärmutter begründen.
  • Weichmacher: Weichmacher sorgen für eine erhöhte Elastizität des Lacks, sind aber oftmals bedenklich. Campher und verschiedene Phthalate, wie Di- beziehungsweise Triphenylphosphat können in hohen Dosen die Nervenentwicklung und den IQ eines Babys beeinträchtigen. In der EU dürfen im fertigen Nagellack keine Weichmacher enthalten sein, der Einsatz während der Produktion ist jedoch erlaubt und muss am Ende nicht auf dem fertigen Produkt ausgewiesen werden.
  • Xylol: Xylol hindert den Nagellack am Klumpen, kann allerdings zu Wachstumsstörungen bei ungeborenen Kindern führen.
  • Parabene: Parabenen machen Beauty-Produkte haltbar, ähneln strukturell aber dem weiblichen Hormon Östrogen, weshalb man davon ausgeht, dass Parabene den Hormonspiegel verändern können. Tierversuche haben dies auch nachgewiesen – deshalb sind Parabene umstritten.
  • Kolofonium: Kolofonium wird als Bindemittel eingesetzt und kann Asthma und Hautekzeme hervorrufen.

Enthält ein Nagellack einen der oben genannten Stoffe, muss das nicht gleich bedeuten, dass eine Schädigung des Kindes zu erwarten ist. Dennoch ist das Produkt damit für werdende Mütter nicht vollends unbedenklich und daher mit Vorsicht zu genießen. Lacke, die auf risikobehaftete Inhaltsstoffe verzichten, werden häufig als FREE-Nagellacke gekennzeichnet. Mehr wertvolle Informationen zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber zu schädlichen Inhaltsstoffen von Beauty-Produkten.

Unser Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt am besten auf Öko-Lacke – die sind zudem frei von Tierversuchen und somit auch aus ethischer Perspektive wertvoll.

Welcher Nagellack ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Gut für Schwangere geeignet sind auch Nagellacke auf Wasserbasis, da sie ohne problematische Stoffe auskommen. Werfen Sie vor dem Kauf beziehungsweise vor der Verwendung des Nagellacks immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe, die auf der Verpackung angegeben sind. Für Frauen, deren Nägel während der Schwangerschaft brüchig werden, bietet sich ein Nagelhärter oder ein pflegendes Nagelöl besser an. Auch hierbei ist ein Blick auf die Inhaltsstoffe jedoch unabdinglich.

Tipp: Am besten reduzieren Sie während der Schwangerschaft den Gebrauch von Nagellack. Legen Sie hin und wieder Pausen ein, in denen Ihre Finger- und Fußnägel nicht lackiert sind.

Nagellackentferner während der Schwangerschaft

Nicht nur beim Kauf des Nagellacks, sondern auch bei der Wahl des passenden Nagellackentferners gibt es als Schwangere etwas zu beachten. Viele Nagellackentferner enthalten Aceton, ein Lösungsmittel, das den Nagellack auflöst. Diese Chemikalie sollte während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, da sie in die Schleimhäute eindringen kann. Die Verwendung eines acetonfreien Nagellackentferners ist für schwangere Frauen daher besonders zu empfehlen. Viele Hersteller setzen mittlerweile aber ohnehin auf acetonfreie Produkte, da das Aceton die Nägel außerdem brüchiger macht.

Tipp: Waschen Sie sich dennoch nach der Verwendung des Nagellackentferners gründlich die Hände.

Acryl, Gel & Co. während der Schwangerschaft – ja oder nein?

Auf dem Markt gibt es inzwischen zahlreiche Alternativen zum herkömmlichen Nagellack. Ob aus Zeit- oder Komfortgründen, wegen der Optik oder auch einfach, um mal einen Trend auszuprobieren – viele Frauen verhelfen ihren Nägeln regelmäßig mit Acrylaten, Shellac, Gel oder Nagelfolie zu neuem Glanz. Inwieweit die verschiedenen Techniken der Maniküre und Pediküre auch während der Schwangerschaft angewandt werden können, hängt hauptsächlich von den Inhaltsstoffen der jeweiligen Produkte ab.

Achten Sie also bei der Produktauswahl – ob im Nagelstudio oder bei der eigenen Anwendung zu Hause – immer darauf, dass die Lacke keine schädlichen Chemikalien wie Bisphenol-A und Benzophenon enthalten. Diese gelten als hormonverändernd und sollten nicht eingesetzt werden. Wer zum Nägel Machen ins Nagelstudio geht, thematisiert die Schwangerschaft dort am besten von Vornherein, um sicherzugehen, dass entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Auch eine Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt kann im Zweifelsfall Sinn machen.

Acrylnägel und Shellac

Wenn Sie Ihre Nägel mit Shellac oder Acrylaten behandeln, dann können Sie das unter einigen Bedingungen auch während der Schwangerschaft tun. Lacke, die Acrylate beinhalten, werden meist unter einer UV-Lampe ausgehärtet. Stattdessen kann in der Schwangerschaft LED-Licht eingesetzt werden – das hat dieselbe Wirkung, ist dabei aber unbedenklich. Zur Sicherheit stellen Sie die Lampe so weit weg vom Körper wie möglich.

Hinweis: Lesen Sie sich vor dem Auftragen von Shellac oder Acrylaten die Angaben zu den Inhaltsstoffe des Lacks sowie zum benötigten Nagellackentferner durch. Da der Lack unter einer UV- oder LED-Lampe ausgehärtet wird, benötigen Sie häufig Nagellackentferner mit Aceton, um die starke Haftung abzulösen. Sind acetonhaltige Entferner zum Ablösen nötig, sollten Sie auf Acrylnägel und Shellac verzichten.

Gelnägel

Gelnägel enthalten in der Regel keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Allerdings werden die Fingernägel zur besseren Haltbarkeit von Gelnägeln mit diversen Produkten vorbehandelt, die unter Umständen nicht für Schwangere geeignet sind. Falls Sie in der Schwangerschaft nicht auf Gelnägel verzichten möchten, achten Sie auf eine gute Hygiene und Fachkenntnis des Personals im Nagelstudio. Informieren Sie sich außerdem vor der Behandlung über die Inhaltsstoffe der eingesetzten Produkte und verzichten Sie im Zweifelsfall auf die Gelnägel.

Nagelfolien

Nagelfolien sind eine gute Alternative zu Nagellack, da sie in kurzer Zeit aufgeklebt werden können und deutlich länger halten. Weil sie in verschiedenen Mustern und Farben erhältlich sind, greifen viele Frauen auf Nagelfolien zurück. Für gewöhnlich können Sie die Nagelfolien auch während der Schwangerschaft verwenden, wenn sie keine bedenklichen Inhaltsstoffe für die werdende Mutter und das Ungeborene enthalten. Allerdings sollten Sie auch die Inhaltsstoffe der Überlacke und Nagelfolienentferner prüfen.

Unsere 3 Tipps zuNagellack in der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist die Verwendung von Nagellack auch während der Schwangerschaft möglich, wenn Sie äußerst gut auf die Inhaltsstoffe der verwendeten Produkte achten. Die Anwendung von Gelnägeln oder Shellac ist ebenfalls möglich, allerdings empfehlen wir eher, darauf zu verzichten. Insbesondere im ersten Trimester der Schwangerschaft tun Sie Ihrem Körper und dem ungeborenen Kind etwas Gutes, wenn Sie die Verwendung von Nagelprodukten für einige Wochen aussetzen.

Zum Abschluss geben wir Ihnen noch drei Tipps mit auf den Weg:

  1. Ersetzen Sie den Nagellack in der Schwangerschaft durch einen Nagelhärter. Dieser gibt den Nägeln mehr Kräftigung und Pflege und bringt zusätzlich einen Glanz auf die Fingernägel.
  2. Öffnen Sie beim Lackieren der Nägel das Fenster oder lackieren Sie Ihre Nägel auf dem Balkon oder auf der Terrasse, damit Sie so wenig Dämpfe wie möglich einatmen.
  3. Verzichten Sie gegen Ende der Schwangerschaft gänzlich auf Nagellack. Während der Geburt, gibt die Hautfarbe unter den Nägeln einen Hinweis darauf wie gut die Durchblutung ist. Bei lackierten Fingernägeln ist diese Überprüfung der Durchblutung nicht möglich.

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